ECHA aktualisiert Kandidatenliste: Meldepflichten nach REACh und für SCIP erweitert

Am 8. Juli 2021 hat die ECHA die von ihr geführte Kandidatenliste um 8 weitere Stoffe ergänzt. Diese enthält nun 219 Stoffe. Auf der Kandidatenliste befinden sich bestimmte SVHC (Kandidatenstoffe), die langfristig zur Aufnahme in das Verzeichnis zulassungspflichtiger Stoffe (vgl. Anhang XIV REACh-Verordnung) in Betracht kommen. Neu aufgenommen wurden:

  1. 2-(4-tert-Butylbenzyl)propionaldehyd und seine einzelnen Stereoisomere: Verwendung etwa in Reinigungsmitteln und Kosmetika;
  2. Orthoborsäure, Natriumsalz: Verwendung etwa als Lösungsmittel;
  3. BMP, TBNPA, 2,3 DBPA: Verwendung etwa zur Herstellung von Polymerharzen (BMP) sowie zur Herstellung von Kunststoffprodukten (TBNPA);
  4. Glutaral: Verwendung etwa in Bioziden;
  5. Mittelkettige Chlorparaffine (MCCP): Verwendung etwa in Flammschutzmitteln;
  6. PDDP: Verwendung etwa zur Herstellung von Schmiermittelzusatzstoffen;
  7. 1,4-Dioxan: Verwendung etwa in Lösungsmitteln;
  8. 4,4'-(1-Methylpropyliden)bisphenol: Verwendung etwa für die Herstellung von Phenol- und Polycarbonat-Harz.

Weitere Informationen, welche die neuen Kandidatenstoffe und ihre üblichen Verwendungen betreffen, sind der über die Aktualisierung der Kandidatenliste veröffentlichten Mitteilung der ECHA zu entnehmen. Die Aktualisierung der Kandidatenliste wirkt sich insbesondere auf die Pflicht der Lieferanten von Erzeugnissen nach Art. 33 Abs. 1 REACh-Verordnung sowie nach § 16 f) Abs. 1 ChemG (SCIP-Pflicht) aus. Für künftige Mitteilungen an Abnehmer und Meldungen in die SCIP-Datenbank sind die verpflichteten Wirtschaftsakteure dazu angehalten zu überprüfen, dass die neuen Kandidatenstoffe im Hinblick auf ihre Produkte berücksichtigt werden.

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